Holzterrasse

Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

1. Glatte oder geriffelte Oberfläche?

Bei der Auswahl der Holzart spielt die Oberfläche des Belags oft eine entscheidende Rolle. Aufgrund unserer Erfahrungswerte tendieren wir aus folgenden Aspekten stark zu glatten Oberflächen:
Splittergefahr: Durch die Riffelung der Dielen kommt es unweigerlich zu Splitter, die eine Verletzungsgefahr darstellen. Bei einer glatten Oberfläche besteht nahezu keine Splittergefahr. Man kann diese auch mehrere male abschleifen.
Pflege: In die Riffelung der Dielen setzen sich Blütenstaub, Laub und Erde ab sowie an feuchten Stellen Moosablagerungen. Diese erschweren die Reinigung der Terrasse. Glatte Oberflächen lassen sich zudem leicht abfegen.
Rutschgefahr: Die Rutschgefahr ist auf geriffelten Hölzern höher, da das Wasser im Winter in den Riffelungen gefriert. Dies kann sehr gefährlich werden.
Dauerhaftigkeit: Eine Riffelung schwächt die Diele an der Oberfläche, was speziell nach ein bis zwei Jahren Nutzung, in Form von abgelaufenen und abgenutzten Rillen, sichtbar wird.

2. Welches Befestigungssystem soll ich wählen?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten die Dielen zu befestigen. Erstens die unsichtbare, zweitens die sichtbare Befestigung. Hierbei gibt es zwei wesentliche Punkte, die in der Entscheidungsfindung bedacht werden sollten.
Konstruktiver Holzschutz: Bei der Normalen Sichtverschraubung der Dielen kann Wasser in den Schraubenköpfen stehen bleiben und dort auf Dauer zu Fäulnis führen. Des Weiteren gibt es keinen Abstand zwischen Diele und Unterkonstruktion, was dazu führen kann das durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit die Diele auf Dauer ebenfalls unter Fäulnis zu leiden hat.

Bei der unsichtbaren Befestigung sind diese Probleme nicht vorhanden. Da keine Schrauben im Deckbelag sichtbar sind und durch den Befestigungsclip ein Abstand zwischen Diele und Unterkonstruktion hergestellt wird, hat kapillar aufsteigende Feuchtigkeit keine Chance.

3. Vergrauen oder Ölen?

Bei Harthölzern ist das hauptsächlich eine Frage der Optik, da diese meist aufgrund ihrer Härte und des hohen Eigenfettanteils sehr dauerhaft sind, ist die Schutzfunktion verhältnismäßig gering. Bei Nadelhölzern ist auf das Ölen nicht zu verzichten. Diese Hölzer sind Aufgrund Ihrer geringeren Rohdichte offenporiger und können das Öl so viel besser und gleichmäßiger aufnehmen. Nadelhölzer sollten 2mal im Jahr geölt werden. Wenn mir das jährliche Ölen zu aufwendig ist, dann sollte man über eine WPC-Diele nachdenken. Bei diesem Kunststoff-Holz-Gemisch entfällt das Ölen komplett. Die Farbe behält die Oberfläche fast wie am ersten Tag bei.

4. Bangkirai ja oder nein?

Bangkirai Terrassenholz ist das bekannteste Modeholz der letzten Jahre für den Außenbereich. Bangkirai ist jedoch nur ein Handelsname, unter dem eine Vielzahl von Baumsorten verkauft werden. Leider ist es aber nicht sehr stabil und neigt dazu sich zu verziehen oder zu verdrehen, was Rissbildungen zur Folge hat. Dadurch ist es als Deckbelag für den hochwertigen Terrassenbau nicht die 1. Wahl.

5. Welche Holzart soll ich wählen?

Neben den optischen Unterschieden die ein Terrassenbelag in Farbe und Maserung mit sich bringt, kommen vor allem die physikalischen Holzeigenschaften bei der Wahl der Holzart zum tragen.
Da im Außenbereich Terrassenbeläge unter höchsten Witterungsbedingungen stehen, empfiehlt es sich hochwertige Hölzer zu verbauen. Jede Holzart hat unterschiedliche Werte in der Dichte und im Eigenfettanteil, die wiederum das Quell- und Schwundverhalten sowie Splitter- und Rissbildung beeinflussen. Aus unserer Erfahrung würden wir auf Bambus, Teak und Thermoesche zurück greifen. Gerne beraten wir Sie hierzu persönlich. In unserer Musterausstellung können Sie sich ein Bild von einigen Oberflächen machen. Lassen Sie sich inspirieren.